Welpe oder Tierschutzhund
Bei Pinterest merken:

Laut Statista lebten im Jahr 2025 rund 10,5 Millionen Hunde in Deutschland. Bei etwa 83,5 Millionen Einwohnern zeigt sich deutlich: Der Hund gehört zu den beliebtesten Haustieren überhaupt – direkt nach der Katze. Vielleicht denkst auch du darüber nach, dir einen Hund anzuschaffen. Und vermutlich steht dabei vor allem ein Gedanke im Raum: ein süßer kleiner Welpe.

Doch genau hier lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen. Denn viele Menschen unterschätzen, was es wirklich bedeutet, einen Welpen aufzunehmen. Gleichzeitig wird oft vergessen, dass auch Hunde aus dem Tierschutz wunderbare Begleiter sein können.

In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten solltest, wenn es ein Welpe sein soll, und warum ein Hund aus dem Tierschutz oft eine echte Alternative ist.

Warum soll es unbedingt ein Welpe sein?

Die erste Frage, die du dir ehrlich beantworten solltest, lautet: Warum möchte ich einen Welpen?

Natürlich sind Welpen unglaublich niedlich. Sie sind verspielt, tapsig und erobern Herzen im Sturm. Aber genau diese Anfangszeit bringt auch viele Herausforderungen mit sich. Ein Welpe braucht rund um die Uhr Aufmerksamkeit, Geduld und eine konsequente, liebevolle Erziehung.

Stubenreinheit, Schlafmangel, zerkaute Möbel, erste Ängste, Sozialisation und das Erlernen von Regeln gehören zum Alltag mit einem jungen Hund dazu. Viele Menschen unterschätzen diesen Aufwand völlig.

Oft hört man das Argument, dass Hunde aus dem Tierschutz „schwierig“ seien oder möglicherweise schlechte Erfahrungen gemacht hätten. Das kann durchaus vorkommen, muss es aber nicht. Gleichzeitig wird dabei häufig vergessen, dass auch ein Welpe sehr viel Arbeit bedeutet und keineswegs automatisch „einfach“ ist.

Im Gegenteil: Manche Tierschutzhunde sind bereits stubenrein, kennen das Leben im Haushalt und können oft deutlich entspannter in den Alltag starten als ein junger Welpe.

Auch Rassehunde gibt es im Tierschutz

Ein weiteres häufiges Argument für einen Welpen ist der Wunsch nach einer bestimmten Hunderasse. Doch auch hier lohnt sich ein Blick in den Tierschutz.

Für nahezu jede Rasse gibt es mittlerweile spezialisierte Organisationen oder Vereine, die Hunde vermitteln, die ein neues Zuhause suchen. Viele Tiere wurden abgegeben, ausgesetzt oder stammen aus schlechten Haltungsbedingungen.

Ein einfacher Tipp: Gib bei der Suche im Internet einfach deine Wunschrasse zusammen mit dem Zusatz „in Not“ ein. So findest du oft schnell passende Ansprechpartner und Organisationen. Bevor du aber im Internet suchst, statte auf jeden Fall dem Tierheim bei dir vor Ort einen Besuch ab. Vielleicht findest du schon hier deinen Traumhund. Der Vorteil ist ja auch, dass du den Hund vorher kennen lernen kannst und er dich.

Wenn Welpe, dann bitte verantwortungsvoll

Falls du dich trotz allem bewusst für einen Welpen entscheidest, solltest du unbedingt darauf achten, woher der Hund stammt.

Ein seriöser Züchter oder eine seriöse Züchterin ist in der Regel Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder einem angeschlossenen Verein. Dort gelten klare Regeln für Gesundheit, Aufzucht und Haltung der Tiere.

Verantwortungsvolle Züchter achten unter anderem auf:

  • gesunde Genetik
  • medizinische Versorgung und Impfungen
  • eine gute Sozialisation der Welpen
  • ausreichend Kontakt zur Mutter und zu Geschwistern
  • eine artgerechte Aufzucht mit verschiedenen Umweltreizen und Alltagsgeräuschen wie zum Beispiel Diesen Artikel bei amazon.de kaufen   Staubsauger, Menschen(ansammlungen) in der Stadt, hupende Autos etc.

Die Welpen werden erst abgegeben, wenn sie alt genug sind und die wichtige Bindungsphase zur Mutter abgeschlossen ist.

Zudem achten verantwortungsvolle Züchter:innen auch darauf, an wen sie ihre Schützlinge abgeben und ob Hund und zukünftige:r Halter:in zueinander passen. Viele nehmen die Hunde auch zurück, sollte es aus unvorhergesehenen Gründen doch nicht passen.

Vorsicht vor illegalem Welpenhandel

Besonders wichtig: Kaufe niemals einen billigen Welpen aus dubiosen Quellen oder aus dem Ausland ohne nachvollziehbare Herkunft.

Gerade im illegalen Welpenhandel, häufig aus Osteuropa, leiden die Tiere massiv. Die Hunde werden oft viel zu früh von der Mutter getrennt, mangelhaft versorgt und mangelhaft bis überhaupt nicht sozialisiert.

Viele dieser Tiere sind krank, häufig sogar lebensbedrohlich. Die vermeintlichen Einsparungen beim Kaufpreis fließen dann in Kosten für Tierärztin oder Tierarzt und das oft in vielfacher Höhe.

Die Muttertiere leben häufig unter schlimmsten Bedingungen und werden ausschließlich zur Vermehrung genutzt. Wenn sie nicht mehr die gewünschte “Wurfleistung” bringen, werden sie, oft grausam, getötet.

So hart es klingt: Wer einen Welpen aus solchen Verhältnissen kauft und sei es auch nur aus Mitleid, unterstützt damit leider genau dieses System. Denn jeder Kauf sorgt dafür, dass neue Hunde nachproduziert werden.

Ein Hund ist keine spontane Entscheidung

Egal ob Welpe oder Tierschutzhund – ein Hund verändert dein Leben. Er braucht Zeit, Geduld, Liebe und Verantwortung. Deshalb sollte die Entscheidung niemals spontan getroffen werden.

Nimm dir Zeit, informiere dich gründlich und überlege ehrlich, welcher Hund wirklich zu deinem Alltag passt. Oft wartet genau der richtige Hund bereits im Tierschutz auf ein neues Zuhause. Und nicht vergessen, auch im Tierschutz gibt es Welpen :-).

 


Bei Pinterest merken:

Vorheriger Artikel

Nächster Artikel


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert