Schlaftyp 1 - Seitenschläfer

Die Art, wie Dein Hund im Schlaf liegt, verrät so einiges darüber, wie wohl er sich fühlt und was für ein Charakter er ist. Welcher Schlafttyp ist Dein Hund?

Unterschiedliche Schlafpositionen deuten auf unterschiedliche Wohlfühl-Level hin. Die folgenden sechs Schlaftypen zeigen Dir, wie Dein Hund sich bei Dir fühlt und was sie über ihn aussagen. 

Was der Schlaftyp über Wesen und Wohlfühlzustand aussagt

Grundsätzlich gilt: Je wohler und sicherer sich Dein Hund fühlt, umso „offener“ liegt er auch. Die verletztlichste Stelle des Hundes ist in einer „Kampfsituation“ mit Feinden oder Rivalen der Bauch. Legt der Hund diesen offen, bedeutet das je nach Situation verschiedenes.

In einem direkten Konflikt ist dies ein Beschwichtigungssignal an den Gegner. Offenbart der Hund aktiv seinen Bauch, zeigt er damit, dass er sich unterwirft. In der Regel lassen Gegner dann von ihm ab, und der Konflikt ist beendet.

Beim Schlaf hingegen heißt dies, dass der Hund keine Angriffe fürchtet und sich sicher fühlt. Im Umkehrschluss bedeutet das: rollt sich der Hund im Schlaf ein, kann es sein, dass er entweder angespannt und alarmbereit ist oder friert. 🙂 Aber keine Sorge, auch diese Schlafposition kann Gutes bedeuten.

Es gibt es aber nicht nur diesen einen Schlaftyp, sondern noch weitere Varianten, die wir Dir im Folgenden vorstellen möchten.

Der Seitenschläfer

Schlaftyp 1 - SeitenschläferPlatt auf der Seite liegend, alle Viere gerade von sich gestreckt, so liegt der „Seitenschläfer“ im Bett. Auf dem Beispielbild hat unsere Galgo-Hündin Nala zudem ihren Futternapf sicher unter Kontrolle. Oder sie liebt ihn so sehr. Das wissen wir nicht genau. 🙂 Diese Art zu schlafen signalisiert Vertrauen in die Umgebung und Selbstsicherheit. Solche Schläfer brauchen nicht viel Beistand. Auch wenn Dein Hund sonst im Wachzustand vielleicht aufmerksam und alarmbereit ist, hat der Seitenschläfer ein großes Vertrauen in Dich und fühlt sich bei Dir geborgen und gut aufgehoben. Seitenschläfer sind in der Regel eher fröhliche und treue Naturen.

Der Kuschelfuchs

Schlaftyp 2 - KuschelfuchsDieser Schlaftyp ist wohl der verbreitetste.  Die Pfoten bequem eingezogen, die Rute als Bedeckung oben drauf, bis sie das Gesicht berührt, so schläft der Kuschelfuchs. Diese Art zu schlafen schützt vor Kälteverlust im Winter und wirkt wie ein Schild für die empfindlichen Körperpartien Hals, Bauch und Pfoten. Huskies schlafen zum Beispiel so im Schnee. Wenn der Hund nicht unbedingt von der ängstlicheren Natur ist (siehe Einleitung), dann steht der Schlaftyp „Kuschelfuchs“ für ein unkompliziertes, sanftmütiges Naturell.

 

Der Superman

Schlaftyp 3 - SupermanFlach auf dem Bauch liegend, Vorderläufe voraus, Hinterläufe nach hinten, so liegt der „Superman“. Dieser außergewöhnliche Schlaftyp ist anatomisch nur wenigen Rassen vorbehalten, die ihre Beine derart ausstrecken können, wie Möpse, Bulldoggen und ähnliche molossoide Rassen mit eher kräftiger Statur und kurzen Beinen. So zu schlafen, ermöglicht dem Hund, schnell aufzuspringen, wenn er aufwacht. Dieser Schlaftyp ist eher energetisch und leicht motivierbar!

 

Der Rückenstrecker

Schlaftyp 4 - Der RückenstreckerLustig anzuschauen ist der Schlaftyp „Rückenstrecker“. Hunde, die so schlafen, liegen lang auf dem Rücken und strecken die Läufe in beliebige Richtungen in die Luft. Wenn Dein Hund sich wie Milow auf dem Beispielfoto so „gehen lässt“, bedeutet das ultimatives Vertrauen, indem er seine verwundbarste Stelle offenbart. Das tun eigentlich nur Wohnungs- bzw. Haushunde. Hunde, die es gewohnt sind, draußen zu schlafen, werden sich nicht so hinlegen. „Rückenstrecker“ sind in der Regel sehr entspannte und gleichzeitig unabhängige Charaktere.

 

Der Bauchroller

Schlaftyp 5 - BauchrollerÄhnlich wie der „Superman“, aber mit angezogenen Beinen liegt der „Bauchroller“ platt auf dem Boden. Diese Schlafposition ist eher nicht so entspannt und ermöglicht dem Hund, schnell aufzuspringen, wenn ein Geräusch oder eine Bedrohung nahe ist. Keine Sorge, das bedeutet nicht automatisch, dass der Hund selbst auch unentspannt ist. Ist Dein Hund vom Schlaftyp „Bauchroller“, ist er wahrscheinlich sehr aktiv, verspielt und immer für Spaß zu haben.

 

Der Ohnmächtige

Schlaftyp 6 - Der OhnmächtigeDieser Schlaftyp ist verwandt mit dem „Rückenstrecker“, da der Hund auch hier auf dem Rücken liegt und seine empfindlichste Körperregion offenlegt. Diese Position „Ohnmächtiger“ nimmt ein Hund gerne ein, wenn er nach einer großen Anstrengung besonders müde ist und abkühlen muss. Das geht am besten über die Rückenlage. Wenn Dein Hund oft auf diese Weise schläft, ist er höchstwahrscheinlich ein sehr fröhlicher und selbstsicherer Geselle, der sich auch schnell anpassungsfähig  auf neue Situationen reagieren kann.

 

 

Gibt es überhaupt DEN einen Schlaftyp?

Die oben aufgeführten Schlaftypen bedeuten nicht, dass ein Hund NUR auf die eine oder andere Weise schläft. Es gibt immer Mischformen. Es spielen dabei noch mehrere andere Faktoren wie aktuelle Gefühlslage, Liegekomfort und Erschöpfungszustand eine Rolle, die den aktuellen Schlaftyp Deines Hundes beeinflussen. Wenn der Hund z. B. emotional aufgewühlt ist, weil es gerade eine stressige Situation zuhause gibt, wird er sich eher zusammenrollen, auch wenn er sonst ausgestreckt schläft. Ist Dein Hund sonst eher ein Kuschler, kann er nach einer ausgiebigen Gassirunde mit viel Programm auch wie erschossen da liegen in der Superman- oder Ohnmächtigen-Position. Es kommt ganz drauf an. Auf Rasse, Persönlichkeit, äußere Umstände.

Darum ist jeder oben genannte Schlaftyp auch eher als Tendenz zu verstehen. So wie jeder Mensch auch nicht nur melancholisch oder extrovertiert ist, sondern eben mal so und mal so.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Es gibt Hunde, die fallen total aus der Rolle und schlafen in schier unmöglichen Positionen. Ein paar unterhaltsame Beispiele findest Du hier: https://dogstoday.de/hundevideos/lustige-schlafpositionen-bei-hunden 🙂

Welcher Schlaftyp ist Dein Hund?

Hast Du in einem der oben beschriebenen Schlaftypen Deinen Hund wiedererkannt? Oder schläft er ganz anders? Erzähle es uns in einem Kommentar! 🙂

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