Was tun, wenn mein Hund schnarcht?

Dein Hund schnarcht! Das hat er bisher nicht gemacht, und Du machst Dir Sorgen? Oder ist Dein Hund erst seit kurzem bei Dir, und Du fragst Dich, ob Schnarchen normal ist? Wir versuchen, Dir hier ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, und Dir die Sorgen zu nehmen, wenn Dein Hund schnarcht.

Mein Hund schnarcht. Gibt es Handlungsbedarf?

Wenn Dein Hund schnarcht, gibt es dafür viele verschiedene Gründe. Die meisten sind völlig harmlos und normal. Im Gegenteil, oft ist Schnarchen sogar ein gutes Zeichen, denn sofern keine gesundheitlichen Ursachen dafür vorliegen, ist das Schnarchen ein Beweis, dass Dein Hund entspannt und tief schläft. Das kann er nur, wenn er sich in seiner Umgebung wohl fühlt und Dir vertraut. Hunde schnarchen ohnehin viel häufiger als die meisten Menschen denken. Mach Dir also nicht gleich Sorgen.

Wann und warum schnarchen Hunde überhaupt?

Wie Du in unserem Artikel über die Schlafphasen des Hundes nachlesen kannst, durchläuft der Hund im Schlaf verschiedene Phasen, in denen er tiefer oder weniger tief schläft. In der sogenannten Tiefschlafphase träumt er und ist am entspanntesten. Die meisten Hunde schnarchen nur in dieser Schlafphase. Gaumensegel und Zungenbasis im Rachen sind erschlafft und flattern beim Atmen, was das typische Geräusch verursacht.

Andere Hunde schnarchen rassebedingt, weil durch die Züchtung die Form des Schädels gewisse Eigenheiten im Verlauf der Atemwege bedingt. Besonders Rassen mit kurzen Schnauzen und Nasen neigen eher zum Schnarchen als solche mit langen dünnen Nasen. Zum Beispiel Boxer, Möpse, Pekinesen oder Bulldoggen.

Auch Übergewicht kann auf die Atemwege drücken und ein Schnarchen auslösen.

Ist  das Schnarchen aber erst aufgetreten, obwohl Dein Hund früher nicht geschnarcht hat, solltest Du ein paar Punkte abprüfen, um festzustellen, ob hier ein Handlungsbedarf vorliegt.

Dein Hund könnte erkältet sein

Auch Hunde können sich erkälten, wenn sie in der kalten Jahreszeit draußen zum Beispiel in einen Bach oder Tümpel springen und dann nass in der Kälte herumlaufen. Oder wenn sie bei offenen Fenster oder offener Tür in der Wohnung Zug ausgesetzt sind. Dann verstopft auch beim Hund die Nase und er muss durch den Mund atmen. Das kann zu Röcheln oder Schnarchen führen. Wenn Du nicht sicher feststellen kannst, ob bei Deinem Hund eine Erkältung vorliegt, gehe lieber zum Tierarzt und lasse ihn sicherheitshalber untersuchen.

Ist Dein Hund vielleicht zu dick?

Wir wissen das, niemand hört es gerne, aber manchmal meinen es die Hundehalter ein bisschen zu gut mit den Leckerlis oder mit der Futtermenge. In der Folge hat der Hund Übergewicht. Bis zu einem gewissen Maß sind ein paar Pfund zu viel noch kein Problem. Aber wenn Dein Hund in seiner Schnelligkeit eingeschränkt ist und sogar schon Atemprobleme hat, dann ist das Schnarchen ein Indiz dafür, dass Du was gegen das Übergewicht tun musst. Falls Du sicher bist, dass Fütterung nicht der Grund dafür ist, und/oder das Problem nicht selbst lösen kannst, empfehlen wir auch hier wieder ein Gespräch mit dem Tierarzt, der Dir dabei helfen kann, die Ursache für das Übergewicht zu finden und Deinen Hund auf Idealgewicht zu bringen.

Der Grund kann aber auch etwas Ernstes sein

Wir wollen jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber wenn keine der vorgenannten Gründe erklären, warum Dein Hund schnarcht, dann kommen tatsächlich potenziell auch ernste Erkrankungen in Frage. Eine Infektion könnte möglicherweise die Atemwege befallen haben. Oder unter Umständen sogar ein Tumor. Sollte sich das Schnarchen nicht auf Rasse oder Gewicht zurückführen lassen und Dein Hund eventuell sogar noch weitere Symptome zeigen, solltest Du schnell handeln und zum Tierarzt gehen, um mögliche schwere Krankheiten frühzeitig zu erkennen.

Fazit: Keine Panik, wenn Dein Hund schnarcht

Von den möglichen Gründen, warum ein Hund schnarcht, sind die harmlosen und einfachsten auch gleichzeitig die häufigsten. Du musst Dir in der Regel also keine Sorgen machen. Jedoch darfst Du ein ungewöhnliches Verhalten und eine Veränderung in seinen Schlafgewohnheiten auch nicht unbeachtet lassen.

 

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